Wissenswertes - Hochwasser 2002 - Chronologie


    13. August gegen 7.30 Uhr wird Warnstufe IV ausgerufen

  • Einleiten erster prophylaktischer Schutzmaßnahmen
  • Evakuierung von 69 Insassen des Altenpflegeheimes in Löbnitz sowie stark gefährdeter Bewohner der Gemarkung
  • 13. August gegen 23.30 Uhr

  • rasanter Anstieg der Mulde (Abzug der Deichwachen)
  • das Wasser erreicht die Deichkrone (der Deich hält den Wassermassen stand)
  • Die Nacht zum 14. August

  • Dammbrüche in den Ortschaften Mörtitz, Gruna und Glaucha
  • 14. August gegen 10.30 Uhr

  • Überflutung der Aue und des Bereiches der Kleingartenanlage in Roitzschjora
  • kurze Zeit später wurden die Dübener Straße, die Lindenstraße, das Reitstadion, die Fasanerie, große Teile der "Alten Stadt" sowie viele Privatgrundstücke überschwemmt
  • die Staatsstraße S12 wurde in Richtung Bitterfeld überspült
  • 15. August

  • der Wasserspiegel fällt nur langsam
  • erneute Anspannung durch die Nachricht, dass die Landzunge zwischen dem Großen Goitzschesee und dem Seelhausener See gesprengt werden soll. Die geplante Maßnahme wurde jedoch vom Löbnitzer Krisenstab nicht befürwortet.
  • erhöhte Anstrengung durch Deichbau und Deichstabilisierung, um bis dahin unbetroffene Bereiche zu schützen (u.a. Löbnitz, Sausedlitz)
  • 16. August

  • Entspannung der Lage
  • Beginn der ersten Räumungsarbeiten (Entfernen von Sandsäcken, Schutzvorrichtungen)
  • BILANZ

  • insg. 25Millionen EURO Schaden in der Gemeinde Löbnitz
  • 50 Eigenheime schwer beschädigt
  • 63 Familien haben fast Ihr ganzes Hab und Gut verloren
  • Zeltplatz Roitzschjora verwüstet
  • viele Straßen in der Gemeinde zerstört
  • Das Augusthochwasser 2002 war das größte Hochwasser seit über 500 Jahren. Während die durchschnittliche Durchflussmenge der Mulde 65 m³/sec. beträgt und bei “normalem” Hochwasser ein Wert von 600 m³/sec. erreicht wird, waren es zur Jahrhundertflut unglaubliche 2.500 m³/sec., d.h. mehr als das Vierfache eines "normalen" Hochwassers. Die Hilfsaktionen während und nach der Katastrophe, waren die größten, die in der deutschen Nachkriegszeit stattfanden. Aus diesem Grund möchten wir uns auch auf diesem Weg bei allen Helfern und Helferinnen herzlich bedanken!

1035 Jahre
 Löbnitz
  981-2011